Join the Competition!

Die Abenteuergeschichte und die begleitenden Unterrichtsmaterialien kommen dann zu ihrem Ziel, wenn Schülerinnen und Schüler zum entwicklungspolitischen Handeln motiviert werden. Mit einer gesellschaftlichen Aktion können sie das Leben in ihrem eigenen Umfeld oder die Situation von Kindern und Jugendlichen in Südafrika verändern. Unser Wettbewerb „Join the Competition!“ gibt einen weiteren Anreiz für Ihre Schülerinnen und Schüler, sich mit eigenen kreativen Ideen für eine gerechtere Welt einzusetzen.


Vier verschiedene Richtungen für Ihre Aktion

Im Rahmen einer Solidaritätsaktion für südafrikanische Kinder und Jugendliche sind vielfältige Richtungen denkbar. Deshalb ist der Wettbewerb in vier Kategorien aufgeteilt. In jeder Kategorie werden die Altersgruppen von acht bis zwölf Jahre und von 13 bis 18 Jahre getrennt bewertet.


1. Voneinander lernen – Peer Education

Globales Lernen bedeutet auch Lernen von den Menschen auf der Südhalbkugel. Das Aids-Präventions-Projekt „Life-Choices“ in Kapstadt stellt ein beispielhaftes Konzept dar, wie Jugendliche voneinander lernen können. Dieser Ansatz ist auch als „Peer Education“ bekannt und bedeutet, dass Personen aus derselben sozialen Gruppe und desselben Alters sich gegenseitig informieren oder aufklären. Peer Education heißt also Aufklärung von Gleich zu Gleich. An einer Schule ist Peer Education z.B. wenn Schülerinnen und Schüler als Konfliktlotsen auf dem Schulhof Streit schlichten, wenn ältere Lernende Jüngere beim Wissens- und Kompetenzerwerb unterstützen, wenn Jugendliche Gleichaltrige bei Drogenproblemen beraten oder wenn Jugendliche Filme drehen und Theaterstücke aufführen, um Präventionsbotschaften zu vermitteln.

Haben Sie bereits Erfahrung im Bereich Peer Education gesammelt oder wollten Sie dies schon immer mal ausprobieren, um die Kultur des Voneinander Lernens an Ihrer Schule zu etablieren und damit die Schul-Atmosphäre zu verändern? Dann haben Sie gemeinsam mit Ihrer Klasse oder der ganzen Schule im Rahmen des Wettbewerbs von „Champions for South Africa“ gute Chancen auf einen Gewinn. Wir sind interessiert an Ihren Konzepten und Aktionen!


2. Neue Aktionsformen für soziales Handeln

Mithilfe von neuen, mobilen und überall verbreiteten Technologien wird es möglich, selbst mit einer großen Gruppe von Menschen gemeinsam und koordiniert zu handeln. Damit entsteht eine neue Spielart von politischem Aktivismus, Protest und Demonstration bzw. der Ausübung sozialer Macht. Diese Aktionen werden als „Smart Mobs“ oder „Social Swarming“ bezeichnet. Sie werden meist über mobile Kommunikationsformen wie SMS oder soziale Netzwerke (Facebook, SchülerVZ etc.) organisiert und verstärken dadurch die menschliche Fähigkeit zur Kooperation. In welcher Form und in welchem Ausmaß diese Aktionen genutzt werden, ist den Kindern und Jugendlichen überlassen. In dieser Wettbewerbs-Kategorie zählen die Masse, die bewegt wird und die Kreativität sowie die öffentliche Aufmerksamkeit der Aktion. Ihre Schülerinnen und Schüler haben sicherlich eine Menge Erfahrung und Ideenreichtum für ein „Social Swarming“ parat.


3. Anwaltschaft für Straßenkinder

In Kapstadt Zentrum leben schätzungsweise 2000 Straßenkinder (bis 21 Jahre). Sie alle haben eine eigene Geschichte; doch auf Grund von zerrütteten Familien, Gewalt und Missbrauch haben sie eine bewusste Entscheidung für das Leben auf der Straße getroffen. In ein geregeltes Leben können sie sich nur wieder eingliedern, wenn sie sich aktiv gegen das Dasein auf der Straße entscheiden und dabei von kompetenten Straßenkinderorganisationen unterstützt werden.

Während der WM treffen Touristen auf Straßenkinder, wissen aber über deren Situation und Schicksal wenig. Aus Unwissenheit können sie mit ihrem Verhalten die Kinder und Jugendlichen sogar noch motivieren, weiterhin auf der Straße zu bleiben. Hier wäre ein Faltblatt, das von Schülerinnen und Schülern entwickelt wird und in dem diese informieren, auf die Straßenkinderprojekte hinweisen und sinnvolles Verhalten beim Kontakt mit Straßenkindern erklären, eine gute Sache.

Organisieren Sie mit Ihrer Klasse ein Anwaltschaftsprojekt für Straßenkinder und bewegen Sie dabei z.B. Reiseunternehmen, ihren Urlaubern einen Verhaltenskodex mit auf den Weg zu geben, der von Ihrer Klasse entworfen wird. (z.B. in Form eines von Ihrer Schulklasse entworfenen Faltblattes).


4. Weitere Solidaritätsaktionen

Sicherlich gibt es noch weitere Aktionen, um Solidarität mit Kindern und Jugendlichen in Südafrika zu demonstrieren. Daher haben wir eine „offene Kategorie“ eingerichtet. Ihrer Phantasie und Ihrem Engagement sind keine Grenzen gesetzt.


Attraktive Preise winken

Jede Klasse oder Gruppe, die einen Beitrag einreicht, nimmt automatisch an unserem Wettbewerb „Join the Competition!“ teil und erhält das Zertifikat „Schule für Südafrika“.

 

„Champions for South Africa“ akquiriert im Moment weitere attraktive Wettbewerbs-Preise, die wir Ihnen so bald wie möglich hier vorstellen.

 

 Einsendeschluss ist der 29. Oktober 2010.


3 Minuten für Bildung

Unabhängig von diesem Wettbewerb, findet am 1. Juni 2010 eine Europaweite Aktion unter dem Motto „3 Minuten für Bildung" statt. Ohne großen Aufwand können sich Schulen an diesem Tag solidarisch zu Südafrika zeigen. Wir brauchen so viele Schulen wie möglich aus ganz Deutschland, die mit einer kurzen Aktion vor ihrer Schule für Bildung in Südafrika stark machen.

 

„Champions for South Africa“ wählt unter allen Wettbewerbsbeiträgen außerdem eine Klasse oder Gruppe aus, die eine Delegation zum intereuropäischen Jugend-Event im September 2010 in Krakau senden kann. Dort können sie gemeinsam mit den Delegationen aus den anderen Teilnehmerländern von „Champions for South Africa“ die Fußball-WM nacherleben und eine entwicklungspolitische Aktion planen und durchführen.

 

Einsendeschluss ist der 11. Juni 2010





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