Südafrika auf einen Blick


Geografie

Die Republik Südafrika umfasst den südlichen Teil des afrikanischen Kontinents zwischen 22° und 35° südlicher Breite und 17° bis 33° östlicher Länge.

Südafrika hat eine Fläche von etwa 1.223.201 km² und ist damit dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland.

Im Norden grenzt Südafrika an Namibia, Botswana und Simbabwe, im Nordosten an Mozambique und Swaziland. Lesotho liegt wie eine Insel mitten in Südafrika.

Im Süden wird das Land von ca. 3.000 km Küste mit dem Indischen Ozeans im Osten und dem Atlantischen Ozean im Westen begrenzt.


Menschen

Südafrika wird oft als Regenbogennation bezeichnet, da dort viele verschiedene ethnische Volksgruppen leben. Von ca. 49 Millionen Menschen in Südafrika sind fast 38,5 Millionen Schwarze, ca. fünf Millionen Weiße, 4,5 Millionen Coloreds und eine Million Inder.

Die Schwarzen Südafrikaner gehören unterschiedlichen Volksgruppen an. Die größten Gruppen sind Zulu, Xhosa und Sotho‚ dazu kommen Tswana, Tsonga, Venda, Ndebele, Swasi und Pedi.

Als Colored bezeichnet man die Nachkommen aus Verbindungen holländischer Siedler mit den Ureinwohnern am Kap (Khoikhoi) sowie mit Malaien, die im 18. Jh. nach Südafrika verschleppt worden waren.


Sprachen

Viele Südafrikaner sind mehrsprachig. Sie sprechen Englisch und/oder Afrikaans und eine der Bantusprachen.

Das Afrikaans entwickelte sich aus den Dialekten der niederländischen Einwanderer des 17. Jahrhunderts und wird heute von etwa 90% der Coloreds und von über 50% der Weißen gesprochen. Neun Bantusprachen, Afrikaans und Englisch sind offizielle Sprachen in der Republik Südafrika.


Muttersprachen

isiZulu wird von 22,9% der Südafrikaner als Muttersprache gesprochen und ist damit die Sprache, die von den meisten Menschen in Südafrika als erste Sprache gelernt wird.

isiXhosa sprechen 17,9% als Muttersprache, sePedi 9,2%.

English ist Muttersprache von 8,6% und seTswana von 8,2%. Das seSotho wird von 7,7%, das xoTsonga von 4,4% gesprochen; siSwati von 2,5%, tshiVenda von 2,2% und das isiNdebele von 1,5%.

Andere Sprachen, wie auch deutsch oder griechisch, werden von 0,6% der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen.


Politik

Südafrika ist eine Präsidialdemokratie mit föderativen Elementen. Die Legislative besteht aus dem Parlament mit ca. 400 Abgeordneten und dem Nationalrat der Provinzen mit 90 Delegierten. Am 6. Mai 2009 wurde Jacob Gedleyihlekisa Zuma zum Präsidenten und Regierungschef der Republik Südafrika gewählt. Er ist Mitglied des ANC (African National Congress), der bedeutendsten Organisation und größten Partei des Landes.


Städte

Pretoria, mit 1 Mio. Einwohnern, ist die Hauptstadt von Südafrika. Dort tagt das Parlament während des Südsommers. Im Winter ziehen die Parlamentarier nach Kapstadt um. Kapstadt hat ca. 3 Millionen Einwohner.

Das zentral gelegene Bloemfontein mit ca. 235.000 Einwohnern, beherbergt die oberste Gerichtsinstanz. Weitere Großstädte sind Johannesburg, 2 Millionen Einwohner, sowie das sich südwestlich anschließende Soweto, mit geschätzten 4 Millionen Einwohnern. An der Küste liegen Durban, 800.000 Einwohner und Port Elizabeth mit 850.000 Einwohnern.

 

Über die Hälfte der Südafrikaner lebt in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern. Daher ist ein großer Teil des Landes nur sehr dünn besiedelt. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 39,2 Einwohnern/km².


Wirtschaft

Südafrika besitzt einen einzigartigen Reichtum an Bodenschätzen: In mehr als 900 Bergwerken fördern und produzieren ca. 440.000 Menschen Gold (über 40% der weltweiten Reserven), Platin (über 80% der weltweiten Reserven), Chrom und Vanadium, des Weiteren Diamanten, Steinkohle, Eisenerz, Mangan, Nickel, Uran und Phosphat. Bergbau und Industrie erwirtschaften zusammen fast 40% des Bruttoinlandprodukts. Die übermäßig starke Abhängigkeit der Wirtschaft von den Rohstoffexporten, insbesondere vom Goldexport, ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Immer wichtiger wird der Tourismus, da er viele neue Arbeitsplätze, im Besonderen auch für Frauen schafft.

Die stetig wachsende Wirtschaft stellt an das Land am Kap die große Herausforderung dauerhaft die Energieversorgung sicher zu stellen. Im Januar 2008 überstieg die Nachfrage nach Strom das Angebot um ein Vielfaches. Seitdem kommt es immer wieder zu großflächigen Stromausfällen.

Südafrika weist trotz einer Reihe von Potenzialen eine sehr hohe Arbeitslosenzahl auf. Diese zu senken und den Menschen eine Perspektive zu bieten, gehört zu den größten Herausforderungen an die Republik.


Religion

In Südafrika gilt die Religionsfreiheit.

Etwa 80% der Menschen sind Christen, verteilt auf ca. 4.000 unabhängige Black Independent Churches (u. a. Anglikaner, Methodisten, Lutheraner). Außerdem gibt es ca. 120.000 Juden, 500.000 Hindus und ca. 1 Mio. Muslime.





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