Begegnung mit Südafrika

Südafrika ist der erste Gastgeber der Fußballweltmeisterschaft in Afrika überhaupt. Nach dem Fall der Apartheid 1994 schwang sich die Nation zum Wirtschaftsmotor der Region auf. Doch sogar das am weitesten entwickelte Land des Kontinents krankt an großen Entwicklungsproblemen wie Armut, HIV/ AIDS, Gewalt und Kriminalität. Es verfügt aber auch über ungeheure Schätze an Menschlichkeit und Lebensfreude.


Schmelztiegel und Reiseziel

Die „Regenbogennation“ gilt als Schmelztiegel vieler Kulturen und Nationen und ist in eine wunderschöne Landschaft und Natur eingebettet. Südafrika ist deshalb ein beliebtes Reiseziel für viele Menschen aus der ganzen Welt. Gerade im Sommer 2010 werden sich die Augen aller Fußballfans auf Südafrika richten. „Champions for South Africa“ macht im Jahr der Fußball-WM eine Begegnung auf Augenhöhe mit den Menschen in Südafrika möglich. Das Projekt bietet persönliche Einblicke in das Leben auf den Straßen, in den Townships und in eine fremde Kultur.


Herausforderungen der Regenbogennation

Lange Zeit litt Südafrika unter der Apartheid – Fremdenfeindlichkeit ist auch heute noch vielerorts zu spüren. Durch die große Kluft zwischen Arm und Reich sind auch Gewalt und Kriminalität – gerade in den Townships, den Armenvierteln in Südafrika, ein großes Problem. HIV/Aids verbreitet sich rasant und macht viele Kinder schon früh zu Waisen. Viele Kinder schlagen sich deshalb als „Straßenkinder“ durch. Das ungleiche Verhältnis zwischen Frau und Mann – gerade in den bildungsfernen Schichten - führt dazu, dass sich HIV/Aids weiterhin unaufhaltsam verbreiten kann.
Die Salesianer Don Boscos haben sich mit verschiedenen Projekten diesen Herausforderungen angenommen. Das Salesian Institute in Kapstadt ist die einzige registrierte Schule für Straßenkinder in Südafrika und bietet Straßenkindern notwendige Bildung. Life Choices ist ein AIDS-Präventionsprojekt, dass sich die Stärkung der Rechte von Jugendlichen aus den Armenvierteln Kapstadts zum Ziel gesetzt hat. Mit dem Bau eines Schul- und Bildungszentrums in Ennerdale, wird jungen Menschen mit Bildung eine Zukunftsperspektive gegeben. Eine Perspektive bietet auch Eswatini Kitchen als eines der Projekte in Swasiland.


Potenziale Südafrika

Wie stellt sich Südafrika diesen Herausforderungen? Welche Potenziale haben die Menschen dieses Landes? Wie unterstützen Projekte der Entwicklungszusammenarbeit weltweit und vor Ort das Land dabei? Wie kann Bildung Armut überwinden? Welche Handelsoptionen gibt  es – gerade auch für die Menschen aus den Townships? Genau diesen Fragen nähert sich „Champions for South Africa“ anhand des Abenteuerspiels auf dem PC!
Schwierige und sensible Themen werden durch das Spielen der Geschichte erfahrbar gemacht. Innovative Projekte und Ideen von Projekten vor Ort zeigen, dass die Menschen in Südafrika die Fähigkeit haben, den Herausforderungen, vor denen ihr Land steht, gerecht zu werden. „Champions for South Africa“ spricht folgende Schlüsselthemen an, die im didaktischen Begleitmaterial systematisch behandelt werden.


Schlüsselthemen in Südafrika

  • Zusammenleben in der Gesellschaft und Familienleben
  • Schönheit des Landes und kultureller Reichtum
  • Umgang mit Tradition und Moderne innerhalb der Gesellschaft
  • HIV/Aids und andere Krankheiten (TB)
  • Rolle der Fußball-WM 2010 für Südafrika
  • Unterschiede zwischen Stadt und LandKluft zwischen Arm und Reich
  • Straßenkinder
  • Apartheid (Vergangenheit) und Fremdenfeindlichkeit
  • Ursachen und Auswirkungen von Gewalt, Kriminalität und Drogen
  • Bildung und Ausbildung als Chance für ein selbstbestimmtes Leben und zur Überwindung von Armut
  • Inhalte und Sinn von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit.

Ziel des Computerspiels und der Unterrichtseinheiten ist es, gegenseitiges Lernen zu initiieren – was können wir in Deutschland (Spanien, Italien, Österreich, Tschechien und Polen) von Südafrika für unser eigenes Umfeld und die Gestaltung einer gerechteren Welt lernen?





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